Google CSS: Wie Sie bei Google Shopping Kosten sparen

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Die Mehrzahl aller Käufe – einschließlich der Käufe im stationären Handel! – fangen mit einer Suche im Internet an. Preisvergleiche sind dabei natürlich das naheliegendste Kriterium für Kaufentscheidungen. Laut Statista nutzen 82 Prozent zur Produktrecherche die Funktion der Google-Suche. Bei der Google-Suche nach Produkten werden dazu häufig Anzeigen von Google Shopping bzw. Google CSS eingeblendet. Der Vorteil: gleich mehrere Preisvergleichsergebnisse auf einen Blick. Wie funktioniert das für Händler?

Preisvergleiche werden bei Kunden immer beliebter. Um hier zu punkten und zugleich Kosten zu sparen, sollten Unternehmen wissen, was bei Google Shopping wichtig ist. Bild: © Zarya Maxim - Adobe Stock.

Comparison Shopping Services (CSS) heißen die Portale im Marketingjargon. Dutzende gibt es allein für den deutschen Sprachraum, darunter auch branchenspezifische und gezielt auf Schnäppchenjäger abzielende Seiten. Anbieterseitig stellen sie durchaus eine Herausforderung dar, denn der Wettbewerb findet hier eben vorrangig über den Preis statt. Andererseits lässt sich dennoch auch Qualität, die ihren Preis hat, über diese vielfrequentierten Kanäle präsentieren – wenn man die Portale optimal nutzt.

 

Was genau ist Google CSS?

Google CSS ist eine Form von Google Shopping, das früher unter Froogle bzw. Google Produktsuche bekannt war. Google Shopping ist zunächst ein ähnliches Preisvergleichsportal wie viele andere auch – und ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells des Unternehmens, das zum großen Teil auf Anzeigenerlösen aus Google Shopping Ads basiert. Seit 2012 ist Google Shopping kostenpflichtig. Zuvor crawlte Google Produkte aus dem Netz eigeninitiativ und stellte sie als organische Suchergebnisse zur Verfügung.

Unter dem Aspekt eines fairen Wettbewerbs war die Umwidmung des Dienstes in eine Anzeigenkonstruktion von Anfang an umstritten. Vor diesem Hintergrund belegte die Europäische Kommission Google 2017 mit einer Rekordstrafe von 4,2 Milliarden Euro, weil Produkte der eigenen Anzeigenkunden in den Suchergebnissen bevorzugt gelistet wurden.

Heute funktioniert Google Shopping Ads zwar auch noch so, dass Händler dort Ihre Produkte per Anzeige nach dem Auktionsverfahren einstellen können, aber eben nicht mehr exklusiv. Als Google CSS öffnet sich dieser Teil der Suchergebnisse auch für andere Preisvergleichsportale, erkennbar am Händler- bzw. Portalnamen unter der jeweiligen Anzeige.

Wie prominent oder wie oft ein Produkt angezeigt wird, richtet sich – neben der Produktrelevanz für die einzelne Suche – nach dem Preis, den ein Händler bietet und der pro angeklickter Anzeige bezahlt wird (Cost per Click; CPC).

 

Google Shopping - Kosten sparen ist möglich

Wenn Sie 1 Euro für einen Klick auf Ihre Google Shopping Ad zahlen, haben Sie nur 80 Cent tatsächlich geboten. 20 Prozent des Einsatzes gehen als Servicegebühr an Google. Hier besteht die Möglichkeit, Kosten zu sparen, ohne an Bieter-Rang zu verlieren. Denn beim Hosting über Google-Shopping-Partner wie guenstiger.de fallen diese Gebühren weg.

Das Erscheinungsbild der Anzeige ändert sich dabei nicht; nur der Hinweis unter der Anzeige nennt nicht mehr Google, sondern den jeweiligen Shopping-Partner wie zum Beispiel guenstiger.de, geizhals.de oder nextag.de. Bei der Auswahl des Partners sollten Sie auf Größe des Portals und breite Erfahrung mit Google Shopping Ads achten. Denn Impressions und Konversionen hängen wesentlich von gründlichen Analysen und einem entsprechenden Feintuning ab. Google-Ads-Kampagnen sollten ja ohnehin durchgehend strategisch sauber geplant werden.

 

Google Shopping einrichten: Was ist wichtig?

Bei Anleitungen zum Einrichten von Google Shopping wie der von Google selbst werden Sie öfters auf die Bedeutung des Datenfeeds stoßen. Gemeint sind damit alle Angaben, die Google verwerten kann, um Ihre Produkte genau passend zur jeweiligen Suchanfrage zu präsentieren. Die folgende beispielhafte Liste soll Ihnen erste Stichworte liefern; im Detail kommt es dann auf Wissen und Erfahrung Ihres SEA-Experten an.

  • Generell sollte der Datenfeed stets die kompletten Produktinformationen, also mindestens Kennung, Titel, Abbildung, Preis, Produktbeschreibung und Verfügbarkeit umfassen. Gute Shopsysteme können für Google auch noch optionale Attribute ausspielen und so die Treffsicherheit erhöhen.
  • Der Name bzw. „Titel“ des Produkts muss einer eingehenden Keyword-Analyse folgen. Dabei ist es auch wichtig, bestimmte Keywords auszuschließen (damit zum Beispiel kein Schokoriegel bei der Suche nach dem Planeten Mars beworben wird).
  • Produktbeschreibungen sollten besonders bei Topseller-Artikeln sorgfältig und ansprechend getextet sein und keinesfalls einfach nur wörtlich die Herstellerbeschreibung wiedergeben.
  • Preisanpassungen: Speziell bei Waren mit volatilen Preisen macht die Schnelligkeit von Preisanpassungen oft den Unterschied. Hier sind automatisierte Artikelupdates hilfreich.
  • Google Analytics mit Google Ads und der Website koppeln und so ein zielführendes Tracking der Verkäufe ermöglichen: Hierzu ist eine Reihe von Schritten erforderlich, bei denen im Zweifel Profis helfen können.

 

Fazit:

Google Shopping Ads sind wie auch Kampagnen auf anderen digitalen Kanälen für Einsteiger eine etwas knifflige Materie und fordern auch von Profis, technologisch immer am Ball zu bleiben. Verzichten können Unternehmen, die online Geschäfte machen, darauf aber kaum.