Technisches SEO: Checkliste für die perfekte Website

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Ihre Website soll Nutzern natürlich gefallen und weiterhelfen. Das eigentliche Ziel ist aber, dass Ihre Website im Internet überhaupt gefunden wird. Dazu muss sie auch den Suchmaschinen gefallen. SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist das Verfahren, mit dem Sie das erreichen. Optisches Webdesign und hochwertige Inhalte sind dabei nur ein Teil des Jobs. Die oft noch härtere Arbeit findet unter der Motorhaube statt. Hier erfahren Sie, wozu Sie technical SEO brauchen und worauf es dabei ankommt.

Selbst etablierte Mittelständler mit hochwertigen Produkten wundern sich oft, dass ihre seit Langem eingeführte Website so wenig Resonanz findet. Aber auch Start-ups mit brandneuen Seiten schaffen es bei Google & Co. mitunter nicht auf die vorderen Plätze. Solche Fälle sind das tägliche Brot einer professionellen SEO-Agentur. Und: Die entscheidenden Stellschrauben für den Erfolg Ihrer Website liegen oft unter der Oberfläche auch noch so guter sichtbarer Inhalte.

 

Wer auf den Suchergebnisseiten oben mitspielen will, darf bei seinen SEO-Maßnahmen die technischen Feinheiten im Hintergrund nicht vernachlässigen. Bild: © zagandesign - Fotolia

 

Wichtige Aspekte für technisches SEO

Technical SEO setzt genau hier an – wobei die Anforderungen immer wieder aktualisiert werden, denn die Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich schnell weiter. Darum gehören kontinuierliche Keyword- und Sichtbarkeitsanalysen zwingend dazu. Unter anderem geht es um drei zentrale Gebiete: Wie gut funktioniert die Seite auf Mobilgeräten? Wie lange dauert es, bis der Nutzer alle Inhalte auf dem Bildschirm hat? Und: Können Suchmaschinen alle Inhalte problemlos erfassen? Technisches SEO ist ein probates Mittel, im Hintergrund die Präsentation von Unternehmensinhalten entscheidend zu verbessern.

Wann besteht nun Bedarf für technisches SEO? – Schwächelnde Besucherzahlen liefern einen Anfangsverdacht. Etwas genauere Anhaltspunkte finden Websitebetreiber in der Google Search Console. Viele Hinweise dieses kostenlosen Tools erfordern allerdings Fachkenntnisse bei der entsprechenden Auswertung und Adaption. Die folgenden Aspekte dienen daher zunächst einmal der Übersicht, worum es bei technical SEO überhaupt geht.

 

7 zentrale Punkte für Ihre technische Website-Checkliste

  1. Sichere Übertragung: Beginnt Ihre URL mit „http://“ statt mit „https://“? Dann markiert Google Ihre Website als unsicher – mit negativem Effekt auf das Ranking, weil die Datenübertragung angreifbar ist. Inzwischen spielt sogar die Art des erforderlichen SSL-Zertifikats eine Rolle.
  2. Optimierung für Mobilgeräte: Ein absolutes Muss, weil die Mehrzahl der Suchen inzwischen mobil stattfindet. Websites sollten z. B. über ein responsives Design verfügen, also sich automatisch an verschiedene Bildschirmformate anpassen, und auch auf kleinen Smartphones leicht bedienbar sein.
  3. Ladezeiten: Dauert es zwei bis drei Sekunden, bis eine Seite nutzbar ist, wird es bereits kritisch. Langsame Websites sind eine Fundgrube für die Fehlerbeseitigung durch technisches SEO. Hier spielen dutzende Faktoren eine Rolle, von unnötig großen Bilddateien bis zu Spezialitäten wie nicht komprimiertes CSS und Javascript.
  4. Seitenindexierung: Bekanntestes Instrument in diesem Bereich – hilft auch Nutzern bei umfangreichen Websites! – sind XML-Sitemaps. Die Experten in SEO-Agenturen prüfen darüber hinaus auch HTTP-Header und robots.txt. Die Crawler-Steuerung ist ebenfalls ein komplexer Job.
  5. Strukturierte Daten: Mit der Einbindung strukturierter Daten erkennen Suchmaschinen leichter, um welche Art von Inhalten es sich auf einer Seite handelt. Google macht daraus z. B. die Rich Snippets, die im Suchergebnis für Aufmerksamkeit sorgen.
  6. Broken Links & Redirects: Fehlerseiten irritieren Nutzer und werden auch von Suchmaschinen als Mangel registriert. Die Ursachen können unterschiedlich sein. Häufig sind aber verlagerte oder gelöschte Seiten im Spiel.
  7. W3C-Fehler: Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine internationale Organisation zur Standardisierung von Internet-Technologien. Tools wie der W3C-Validator prüfen die Konformität Ihrer Website mit diesen Standards. Entsprechende Fehler sollten möglichst minimiert werden.

Diese Checkliste bietet natürlich nur einen kleinen Ausschnitt aus der umfangreichen To-do-Liste des technischen SEO. Durchaus beachtenswert sind auch noch Aspekte wie Lazy Loading, semantische Auszeichnung (JSON-LD), Open Graph Tags, Canonical Tags und vieles mehr. Wichtig jedenfalls ist es, zu verstehen, dass es sich dabei nicht um technische Spielereien handelt. Vieles davon ist unmittelbare Voraussetzung dafür, dass Seitenbesucher – und damit Ihre Kunden – jederzeit eine optimale Nutzererfahrung geliefert bekommen.