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Moderne IT-Infrastruktur

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Private-Cloud-Modelle für KMU – so profitieren kleine und mittelständische Unternehmen

Private-Cloud-Modelle für KMU – so profitieren kleine und mittelständische Unternehmen
Intel
Firma: Intel
Sprache: Deutsch
Größe: 1 Seite
Erscheinungsjahr: 2020
Besonderheit: registrierungsfrei

Viele denken bei Cloud Computing an die Angebote von Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure oder Google. Die öffentliche Bereitstellung von Ressourcen, wie sie diese Public-Cloud-Provider betreiben, ist jedoch nur eine Cloud-Variante – und zumindest bei deutschen Unternehmen auch nicht die verbreitetste. Laut dem Cloud Monitor 2020 vom Branchenverband Bitkom und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG nutzen mehr als drei Viertel der Befragten Cloud Computing, aber lediglich 38 Prozent verwenden dafür die Public Cloud. Die Mehrheit hat sich dagegen für eine Cloud-Infrastruktur entschieden, die nicht öffentlich zugänglich ist, und die nur ihnen als sogenannte Private Cloud zur Verfügung steht. Diese kann im eigenen Rechenzentrum lokalisiert sein, aber auch bei einem Dienstleister oder Service Provider betrieben werden, dann aber getrennt von den Ressourcen anderer Kunden.

Private statt Public – die Hauptgründe

Für Unternehmen stehen Sicherheitsbedenken an erster Stelle, wenn sie sich gegen die Nutzung von Public-Cloud-Ressourcen entscheiden. Hauptgrund ist dem Cloud Monitor zufolge die Angst vor dem unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Fast die Hälfte der Befragten fürchtet Datendiebstahl. Auch die sogenannte Datengravidität kann gegen eine Nutzung der Public Cloud sprechen. Wenn an den Unternehmensstandorten regelmäßig Daten im Tera- oder Petabyte-Bereich anfallen, müssten diese für eine Analyse in der Public Cloud erst einmal in die Infrastruktur des Providers migriert werden. Neben dem erheblichen Bandbreitenbedarf und den damit verbundenen Kosten spielt dabei vor allem die Latenz eine große Rolle. Wenn Ergebnisse sehr schnell oder sogar in Echtzeit benötigt werden, dauert ein Transfer in die Public Cloud in der Regel zu lange, um Analyseergebnisse in der notwendigen Geschwindigkeit zu erzielen.

Schließlich können auch regulatorische Vorgaben gegen die Public Cloud sprechen. Vor allem Behörden und Finanzdienstleistern sind bei der Auslagerung von Daten enge rechtliche Grenzen gesetzt, die eine Nutzung öffentlich zugänglicher Cloud-Ressourcen in vielen Fällen erschweren oder unmöglich machen.

Die Vorteile der Private Cloud

Da die Private Cloud nur vom eigenen Unternehmen genutzt wird, sind Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen einfacher einzuhalten als in der Public Cloud. Werden die Ressourcen direkt vor Ort im eigenen Rechenzentrum zur Verfügung gestellt, entfällt außerdem das Latenzproblem. Auch im Vergleich zum traditionellen IT-Betrieb bietet eine Private Cloud eine Reihe von Vorteilen. Da Ressourcen sehr viel besser ausgelastet werden können, lassen sich Aufgaben mit weniger Hard- und Software erledigen als bei der klassischen Bereitstellung. Automatisierte Load-Balancing- und Überwachungsfunktionen, wie sie für die Cloud typisch sind, erhöhen zudem die Verfügbarkeit und reduzieren gleichzeitig den Verwaltungsaufwand.

Der Hauptnutzen einer Private Cloud liegt aber in ihrer Flexibilität und Agilität. Anwender können ohne lange Bewilligungs- und Bereitstellungsverfahren direkt auf Ressourcen zugreifen, was nicht nur die Entwicklung neuer Produkte deutlich beschleunigt, sondern auch die Produktivität insgesamt verbessert. Darüber hinaus lassen sich Lastspitzen in einem gewissen Rahmen besser abfedern als im traditionellen Betrieb - allerdings sind die Skalierungsmöglichkeiten einer reinen Private Cloud nicht so ausgeprägt wie die der Public Cloud, die nahezu unbegrenzt Ressourcen zur Verfügung stellen kann.

Private Cloud als Service

Eine Private Cloud im eigenen Rechenzentrum aufzubauen, bedeutet eine nicht unerhebliche Investition in Hard- und Software. Bereitstellung, Verwaltung und Absicherung der Ressourcen erfordern zudem das notwendige Fachpersonal mit entsprechendem Know-how in der Cloud-Verwaltung. Kleine und mittelständische Unternehmen scheuen den Aufwand und die Investitionen daher häufig. Oft mangelt es auch an den nötigen Personalressourcen für Betrieb und Management.

KMU müssen deshalb aber nicht auf die Vorteile einer privaten Cloud-Umgebung verzichten, denn es gibt Alternativen zum Betrieb im eigenen Rechenzentrum. So bietet etwa der Provider IONOS seinen Kunden Private-Cloud-Services auf Basis skalierbarer Intel Xeon Prozessoren der zweiten Generation aus seiner Infrastruktur an. Die Bereitstellung erfolgt auf dem Software-Stack von VMware, Administratoren können daher mit den ihnen bereits vertrauten Werkzeugen aus einer vSphere-Umgebung heraus auf die Cloud-Ressourcen zugreifen und diese verwalten. Abgerechnet wird nach Nutzung und Auslastung. Dank der skalierbaren Intel Xeon Prozessoren kann IONOS mehrere Leistungsvarianten anbieten, so dass sich auch größere Anforderungen abdecken lassen. Da es keine Mindestvertragslaufzeiten gibt, kann der Service risikolos ausprobiert und jederzeit auch wieder abbestellt werden.

Auch die myLoc managed IT AG nutzt für seine Private-Cloud-Angebote die Intel Xeon Prozessoren der zweiten Generation. Anwender können zwischen zwei Bereitstellungsmodellen wählen: Mit myLoc VIP erhalten sie eine dedizierte Cloud-Umgebung zur eigenen Nutzung. Kostengünstiger ist die Shared Private Cloud, bei der sich mehrere Nutzer eine Infrastruktur teilen, aber logisch voneinander getrennt sind. Beide Angebote werden über die einfach zu bedienende Weboberfläche Virtuozzo gemanaget, über die das Anwenderunternehmen virtuelle Maschinen erstellen, verwalten und wieder entfernen kann.

Multi-Cloud im Kommen

Rund ein Drittel der deutschen Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern, und 40 Prozent der Betriebe mit bis zu 2.000 Angestellten verwenden laut dem Cloud Monitor bereits mehrere Cloud-Umgebungen. Im Vordergrund steht dabei die Reduktion von Ausfällen und die Nutzung spezifischer Dienste. KMU können über Multi-Cloud-Modelle zudem Risiken minimieren, etwa indem sie sensible Firmendaten und personenbezogene Informationen in der Private Cloud verarbeiten, während sie für unkritische Workloads wie Webserver oder Bürolösungen auf Public-Cloud-Angebote setzen.

Fazit

Der Eigenbetrieb einer Private Cloud hat viele Vorteile, überfordert aber vor allem Kleinunternehmen und kleinere Mittelständler häufig. Für sie sind die Angebote der Private-Cloud-Provider die ideale Alternative zum traditionellen Betrieb, zum Teil aber auch zu Public-Cloud-Services. Das Beste aus beiden Welten erreichen KMU, wenn sie Private- und Public-Cloud-Dienste intelligent kombinieren. Auch hier helfen die Provider bei der Auswahl und dem Management der Ressourcen.

Private-Cloud-Modelle für KMU – so profitieren kleine und mittelständische Unternehmen

Inhaltstyp: Artikel
Intel