Industrieunternehmen müssen die digitale Transformation vorantreiben, um die Kosten zu senken und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Doch das allein genügt nicht, wie diese Studie von HFS Research zeigt. Lesen Sie, warum Sie die Themen Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und KI gemeinsam betrachten müssen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Inhalt:
Industrieunternehmen stehen vor großen Herausforderungen: Sie müssen die digitale Transformation vorantreiben und künstliche Intelligenz (KI) gewinnbringend in ihre Prozesse integrieren, ohne dabei unwägbare Sicherheitsrisiken einzugehen. Gleichzeitig müssen sie langfristig denken, nachhaltiger wirtschaften und Lösungen für den Fachkräftemangel finden, der sich durch das Ausscheiden der Boomer-Generation abzeichnet.
Doch genau daran scheitern viele Unternehmen aktuell, wie die vorliegende Studie von HFS Research in Zusammenarbeit mit GlobalLogic zeigt. Sie beruht auf einer Befragung von 102 Führungskräften aus Automobilindustrie, Energiewirtschaft, Chemie, Bauwesen und anderen Industriebereichen. Aktuell dominieren in der Industrie demnach vor allem kurzfristige Effizienzziele die Agenda. So nennen 46 Prozent der Befragten die Senkung der operativen Kosten als eine der drei wichtigsten Prioritäten, während 15 Prozent den Fokus auf das „Mithalten mit Wettbewerbern“ legen.
Die Studie zeigt darüber hinaus, welche Risiken Industrieunternehmen durch ein solch kurzfristiges Denken eingehen und gibt Handlungsempfehlungen für eine langfristige Wettbewerbsstrategie.
Lesen Sie unter anderem:
- Wie Sie kurzfristige und langfristige Ziele effizient verknüpfen können.
- Wie Sie dem Fachkräftemangel begegnen sollten.
- Warum Sie Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil und nicht als Kostenfaktor betrachten müssen.
Originalauszug aus dem Dokument:
Die Integration von Legacy-Systemen bleibt der größte Bremsfaktor für Next-Gen-Transformationen
Neben KI haben wir auch weitere fortgeschrittene und aufkommende Technologien betrachtet (siehe Abbildung 3). Nahezu die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent) nennt die Integration neuer Technologien in Legacy-Systeme als größte Hürde bei der Einführung fortgeschrittener digitaler Technologien. Auch der Fachkräftemangel wird hier nicht helfen. Technische Schulden und das breitere Spektrum an unternehmensweiten Schulden, das wir bei HFS häufig in den Bereichen Daten, Strategie, Kultur, Kompetenzen und Prozesse betrachten, halten Unternehmen zwischen dem Versprechen neuer Technologien und den Grenzen ihrer bestehenden Infrastruktur gefangen.
Legacy-Systeme sind jedoch nicht nur Ausdruck technischer Schulden, sondern auch ein Zeichen eines begrenzten Reifegrads, um die neuen, "intelligenten" und vernetzten Operating-Modelle zu unterstützen, die für Technologien wie Agentic AI erforderlich sind. Statt zusätzliche Komplexität in bestehende Systeme einzubauen, sollten Unternehmen ihre übergreifenden strategischen Transformationen in den Mittelpunkt stellen, die kurzfristigen Wertbeitrag und langfristige Vision miteinander verknüpfen. Dazu gehören die Modernisierung von Architektur, Governance und Workflows sowie der Aufbau adaptiver und kollaborativer Systeme, die heute und weit in die Zukunft hinein neue Formen der Wertschöpfung ermöglichen.