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KI-Modelle: „Es kommt darauf an, welches Werkzeug man für welche Aufgabe nutzt“

Firma: IONOS SE
Sprache: Deutsch
Gesprächspartner:
Dauer: 25:44 Minuten
Erscheinungsjahr: 2026
Besonderheit: registrierungsfrei
Wissen
kompakt
vermittelt!
IONOS SE

Open-Weights- oder Frontier-Modelle – welche Variante der künstlichen Intelligenz passt zu welchem Anwendungsfall? Oliver Hessel von IONOS ordnet die Unterschiede ein und erläutert, worauf Unternehmen bei der Auswahl achten sollten.

Open-Weights-Modelle stellen die trainierten Modellgewichte offen zur Verfügung. Anwender können sie untersuchen, weiterentwickeln und an eigene Anwendungsfälle anpassen. Frontier-Modelle gelten dagegen als die besonders leistungsstarken Spitzenmodelle, gemessen an etablierten Benchmarks. Beide Kategorien schließen sich laut Hessel nicht aus: Ein Open-Weights-Modell kann durchaus auch ein Frontier-Modell sein.


Passendes Werkzeug für die jeweilige Aufgabe

Für die Auswahl zählt der konkrete Use-Case. Große Modelle eignen sich beispielsweise für komplexe Aufgaben wie Architekturplanung oder Softwarekonzeption. Kleinere Modelle übernehmen alltägliche Aufgaben wie etwa das Zusammenfassen von Texten, die Dokumentensortierung oder Massenverarbeitung. Hessel zieht den Vergleich zu einem Architekten, der ein Haus plant, aber nicht selbst baut.

Bei den aktuell leistungsfähigsten Open-Weights-Modellen stammen viele aus China. Hessel verweist auf die kulturelle Verzerrung, die in diesen Modellen stecken kann. Für technische Aufgaben, Dokumentenverarbeitung oder Coding seien chinesische Modelle aber sehr gut geeignet. Bei sensiblen Chat-Anwendungen oder im öffentlichen Sektor greifen Kunden eher zu Alternativen aus den USA oder Europa.


AI Model Hub von IONOS mit Baukastenprinzip

IONOS stellt den AI Model Hub als Werkzeugkasten bereit. Kunden wählen selbst zwischen verschiedenen Modellen, Größen und Herkunftsländern. Die Abrechnung erfolgt nach verbrauchten Tokens über eine zur OpenAI-API kompatible Schnittstelle. Wer mehr Kontrolle wünscht, mietet eigene GPUs und betreibt dort selbst gewählte Open-Weights-Modelle.

Die Modelllandschaft verändert sich laut Hessel in Wochen und Monaten. Begonnen hat IONOS mit dem Llama-405B-Modell von Meta, später dominierte GPT-OSS von OpenAI, während aktuell ein Qwen-Modell das meist genutzte Angebot ist. Die Nutzung des Hubs wächst jeden Monat. Für kleine Unternehmen empfiehlt Hessel die Momentum-Produktpalette mit vorgefertigten Lösungen wie Telefonassistent, KI-Website-Builder oder dem Automatisierungstool n8n.

Dieser Podcast ist vom Arbeitgeber des Interviewpartners gesponsert.

KI-Modelle: „Es kommt darauf an, welches Werkzeug man für welche Aufgabe nutzt“

heise meets … Oliver Hessel, KI-Experte bei IONOS, über Open-Weights- und Frontier-Modelle sowie deren passenden Einsatz in Unternehmen

Inhaltstyp: Podcast
IONOS SE