WinGet vereinfacht die Installation, Aktualisierung und Deinstallation von Standard-Apps unter Windows. In diesem Whitepaper erfahren Sie, wie Sie WinGet konfigurieren und für die automatisierte Appverteilung nutzen können. Lesen Sie außerdem, wo die Grenzen von WinGet liegen und welche Alternativen es gibt.
Inhalt:
WinGet ist ein Paketmanager für Microsoft Windows, der die Verwaltung von kostenlosen Apps vereinfacht. Er ermöglicht das Suchen, Installieren, Aktualisieren und Entfernen von Software aus öffentlichen oder privaten Repositories. Ursprünglich als reines Command Line Interface (CLI)-Tool konzipiert, wurde WinGet später durch ein PowerShell-Modul ergänzt, das die Entwicklung von Scripts vereinfacht.
In verwalteten Umgebungen lässt sich WinGet zentral konfigurieren und automatisieren. Die Konfiguration kann über Gruppenrichtlinien, PowerShell-CMDlets oder eine JSON-Datei erfolgen. Für die Automatisierung gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten.
Dieses Whitepaper stellt die Funktionen und Grenzen von WinGet detailliert dar. Sie erhalten einen Überblick über alle Befehle und Konfigurationsmöglichkeiten. Außerdem erfahren Sie, wie Sie …
- Pakete suchen, installieren und aktualisieren,
- die Appverteilung über Skripte, Referenzinstallationen oder DSC (Desired State Configuration) automatisieren,
- ein privates Repository für WinGet einrichten.
Das Whitepaper geht darüber hinaus auf die Einschränkungen von WinGet ein und zeigt, wie Sie einem professionellen Endpoint Management für mehr Komfort und Sicherheit bei der Appverteilung sorgen können.
Originalauszug aus dem Dokument:
Limitiertes PowerShell-Modul
Microsoft hat WinGet als reines CLI-Tool konzipiert und erst nachträglich um ein PowerShell-Modul ergänzt. Dessen Cmdlets dienen als Wrapper für ausgewählte Winget-Befehle. Für viele Kommandos gibt es allerdings keine PowerShell-Gegenstücke und häufig weicht deren Funktionsumfang vom korrespondierenden CLI-Tool ab.
Der wesentliche Zweck des Moduls besteht darin, die Entwicklung von Scripts zu vereinfachen und deren Ausführung im Kontext des System-Kontos zu erlauben. Dabei stellt es allerdings nur die Funktionen für den Basis-Workflow zur Verfügung. Dazu gehören das Suchen, Installieren und Aktualisieren von Paketen sowie das Anzeigen installierter Anwendungen.
Öffentliche versus private Repos
Entwickler hinterlegen die Metadaten für ihre Programme auf einem von Microsoft bereitgestellten Repository. Dieses Manifest im YAML-Format enthält unter anderem die URL, von der WinGet die Installationsmedien beziehen kann. Als weitere voreingestellte Quelle dient der Microsoft Store, auf dessen Katalog der Paket-Manager zugreifen und von dort die Metadaten der Apps auslesen kann.
Nachdem Autoren die Metadaten zu ihrer Software selbst in das öffentliche Repo hochladen und unklar ist, wie sehr Microsoft für dessen Sicherheit sorgt, liegt es nahe, dass Unternehmen ihre eigene Installationsquelle einrichten.
Zu diesem Zweck existieren mehrere Cloud-Services, die diesen Vorgang vereinfachen. Alternativ kann man ein privates Repo mit Hilfe von mehreren Open-Source- Implementierungen selbst betreiben. Eine Lösung, die nach wie vor relativ regelmäßig aktualisiert wird, ist Winget-Repo.