Aus PrinterLogic wurde Vasion. Der Namenswechsel steht für einen Strategiewechsel: weg vom reinen Druckmanagement, hin zu einer cloudnativen Plattform, die physische und digitale Dokumente auf einer Ebene verarbeitet. Ryan Wedig erläutert, warum Unternehmen ihre Druckserver komplett abschaffen sollten.
Vom Druckserver zur cloudnativen Plattform
Wedig beschreibt den Ursprung des neuen Namens mit einer Analogie: Kunden bewegen sich in einer analogen Welt und versuchen, in die digitale zu wechseln. „Es ist keine Invasion, denn wir dringen nicht in diese Welt ein – es ist das genaue Gegenteil.“ Vasion stehe für einen neuen Planeten, auf dem physische und digitale Dokumente dieselbe Luft atmen.
Nach der Übernahme von MaxxVault im Jahr 2019 investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund sieben Jahre Arbeit und knapp 100 Millionen Dollar in eine neue Plattform. Diese basiert auf unveränderlichen Cloud-Microservices. PrinterLogic bleibt als Produkt für Endbenutzer und Ausgabemanagement bestehen, Vasion Automate ergänzt Workflows, Logik, E-Formulare und E-Signaturen.
Return on Investment, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit
Als frühes Referenzprojekt nennt Wedig das US-Heimatschutzministerium, wo sich die Zahl der Druckserver von 400 auf einen einzigen reduzierte. Bei geschätzten Kosten von 4.000 US-Dollar pro Server und Jahr habe sich die Investition in weniger als sechs Monaten amortisiert. Der Druckverkehr bleibt lokal, Vasion verarbeitet nur Metadaten der Telemetrie.
Die Plattform ist laut Wedig SOC-2-Typ-II-konform und die weltweit einzige FedRAMP-konforme Druckmanagementlösung. Dadurch dürfen US-Bundesbehörden wie Army, Navy, Küstenwache und die DISA sie einsetzen. Diese Zertifizierungen seien Voraussetzung für den Einsatz eines Agenten, der weltweit auf rund 30 Millionen Endgeräten bei 14.000 Kunden läuft.
Über die Funktion „Datei, Drucken, an Vasion senden“ lassen sich Dokumente ohne zusätzliche Integration in Workflows einbinden – auch für E-Signaturen. Ein KI-Tool erkennt Signaturfelder automatisch. Bei der Workflow-Erstellung zeigt Vasion die Kosten je Schritt an: Deterministische Prozesse laufen kostenlos, KI-gestützte Schritte werden gesondert ausgewiesen. „90 Prozent aller Geschäftsprozesse basieren auf festgelegten, deterministischen Abläufen“, so Wedig.
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