Windows 10: Was ändert sich?

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Mit Windows 10 erwartet Sie nicht nur eine neue Version des Betriebssystems. Mit Windows 10 kommt eine komplett neue Plattform-Generation. Mit der so genannten Universal Windows Platform werden Apps für alle Plattformen in einer einzigen App-Platfform gebündelt – für Xbox, Mobile, Desktop, IoT-Devices, Surface und die HoloLens.

ntwickler können Apps als Universal Apps über einen Store für verschiedene Geräte anbieten. Diese passen sich dann nahtlos jedem Windows-Gerät mit unterschiedlichen Formfaktoren und Leistungen an – ob Touch- oder Maus-gesteuert. Zudem können Apps für Googles Android-System und Apples iOS künftig auch auf Windows 10 lauffähig gemacht werden. Durch neue Tools werden diese mit wenig Aufwand als Universal Apps auf Windows 10 portiert.

Verbesserte Sicherheit

Mit dem Malware-Schutz Device Guard und den biometrischen Authentifizierungssystemen Windows Hello und Microsoft Passport bringt Windows 10 zudem spezielle Sicherheitsinnovationen besonders für den Einsatz in Unternehmen mit sich. Über Device Guard lassen sich Windows-Rechner so konfigurieren, dass sie ausschließlich die Ausführung sicherer und vertrauenswürdiger Anwendungen erlauben. Mithilfe der so genannten Zwei-Faktor-Authentifizierung melden sich Nutzer mit Zertifikaten bei einem geschützten und verwalteten Container an, der Zugangsdaten zu unterschiedlichen Systemen bieten kann. Mit Windows Hello hat Microsoft außerdem eine neue Art der Authentifizierung in Windows 10 vorgestellt, die biometrische Zugangsmethoden für die Anmeldung auf Windows 10 Geräten ermöglicht. Damit wird neben der Identifikation per Fingerabdruck auch die Gesichts- und Iriserkennung für die Authentifizierung möglich – jedoch nur in Kombination mit spezieller Hardware.

Universal Windows Platform: Für alle Plattformen werden alle Apps in einer einzigen App-Platfform gebündelt – für Xbox, Mobile, Desktop, IoT-Devices, Surface und die HoloLens.

Windows 10 bietet außerdem weitreichende Verbesserungen für den Schutz vor Datenverlusten. So bietet es beispielsweise einen erweiterten Schutz innerhalb von Apps und Dateien – unabhängig von den eingesetzten Geräte. Die Funktionen für Data Lost Prevention (DLP) werden tief in Windows 10 verankert und damit in alle Geräte, die mit dem Betriebssystem laufen. Zusätzliche DLP-Lösungen sind so nicht zwingend nötig.

Aus Smartphone wird Computer

Das neue Feature Continuum for Phones macht aus Ihrem Windows-Smartphone einen arbeitsfähigen PC. Sie können damit über die Apps auf Ihrem Smartphone wie mit einem Dektop-PC arbeiten und auch den Inhalt Ihres Smartphones auf einem großen Screen wiedergeben. Sie müssen nur das Phone mit einer Maus, einer Tastatur und einem Bildschirm verbinden und schon können Sie es wie einen Desktop-PC nutzen – perfekt z. B. für mobile Arbeitsplätze.

Neue Update-Strategie: Windows Update for Business

Mit Windows 10 kommt im Rahmen von Windows as a Service eine neue Update-Strategie: Sicherheitsupdates und technische Neuerungen werden in regelmäßigen Abständen automatisch und nicht mehr gebündelt über eine neue Version verteilt. So arbeiten Sie stets mit der aktuellsten Windows-Version. Im besten Fall braucht die IT-Abteilung dafür nichts weiter zu tun. Für Anwendungsfälle, in denen automatische Updates nicht passen, gibt es den neuen „Long Term Servicing Branch“. Darüber wird eine gezielte Steuerung der Upgrade-Prozesse möglich. Welche Systeme „kritisch“ sind, entscheidet die Unternehmens-IT, die auch in diesem Bereich die volle Kontrolle über Geräte und Anwendungen behält.

Digitale Assistenz Cortana

Mit Windows 10 landet Cortana, die digitale Assistentin, jetzt auch auf dem Desktop. Sie wird ganz gezielt Ihre PC-Nutzung erleichtern und Sie bei der Suche im Web und auf dem PC unterstützen. Und Sie wird Ihren Terminkalender im Blick behalten und Sie an Termine und Notizen erinnern. Befehle können dabei gesprochen oder eingetippt werden. Cortana lernt ständig dazu und kann Sie immer besser unterstützen. In Cortanas Notizbuch werden Ihre Vorlieben sowie Aufgaben notiert, bei denen Ihnen Cortana helfen soll. Alles natürlich nur, wenn Sie Ihr Einverständnis dafür geben.

Neuer Browser: Microsoft Edge

Der neue Browser für Windows 10 heißt Microsoft Edge. Der Großteil der Rendering-Engine für die Seitendarstellung wurde bei Edge über Bord geworfen, wodurch deutlich schnellere Ergebnisse erreicht werden. Sie können im Browser direkt auf Websites schreiben und Ihre Kommentare mit anderen teilen. Artikel können Sie online in einem übersichtlichen Layout lesen oder Ihre Favoriten speichern, um sie später offline zu lesen. Und mit Cortana können Sie direkt wichtige Aktionen durchführen, ohne die Seite verlassen zu müssen.

Kompatibilität

Verschiedene Anwendungen werden auf Windows 10 nicht mehr unterstützt. Microsoft rät daher, mit der Get Windows 10-App zunächst die Kompatibilität einiger Anwendungen von Drittanbietern prüfen zu lassen. Sie werden über Inkompatibilitäten Ihrer Anwendungen mit der Aktualisierung informiert und können entscheiden, ob diese Anwendungen vor der Aktualisierung deinstalliert werden sollen. Bevor diese Anwendungen deinstalliert werden, sollten Sie sich eine Kopie der erstellten Liste machen.

Tipp: Wenn Sie sich technisch etwas fundierteres Wissen zu Windows 10 aneignen wollen, sollten Sie die aktuelle Trainings- und Zertifizierungskampagne von Microsoft nutzen. Hier finden Sie besonders attraktive Angebote zu Windows 10 – von Informationsveranstaltungen über Trainings bis hin zu praktischen Workshops.

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