Braucht man eine Notfallwiederherstellung?

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Oft genug kommt es vor, dass Daten versehentlich gelöscht werden oder auf einen E-Mail-Anhang mit einem Virus oder Trojaner geklickt wird. Im schlimmsten Fall sind Daten, die meist das Kapital von Unternehmen darstellen, unwiederbringlich weg. Gut beraten ist, wer einen Plan für Backup und Notfallwiederherstellung hat.

Die meisten auch kleinen und mittelständischen Unternehmen verfügen über eine zumindest rudimentäre Backup-Strategie. Im Allgemeinen ist das Bewusstsein vorhanden, dass man seine Daten regelmäßig auf ein weiteres Medium sichern sollte. Aber braucht man auch eine Notfallwiederherstellung? Wie häufig tritt denn tatsächlich eine Katastrophe ein? Wie so oft, lautet die Antwort leider: Häufiger als man denkt.

Systemausfall gleich Wettbewerbsnachteil

Oft genug kommt es vor, dass Daten versehentlich gelöscht werden oder eben doch mal in einem unbedachten Moment auf einen E-Mail-Anhang mit einem Virus oder Trojaner geklickt wird. Und selbst wenn man die Daten auf einem externen Speichermedium sichert, kann es passieren, dass dieses ausfällt oder sogar zerstört wird. Was beispielsweise hilft die Sicherung der Daten auf einem externen Laufwerk, wenn dieses zusammen mit dem Rechner aufbewahrt wird und beides etwa bei einem Feuer oder auch nur einem Autounfall zerstört wird? Noch schlimmer ist es, wenn z. B. aufgrund einer Naturkatastrophe oder eines Stromausfalls ein ganzer Standort ausfällt.

Tatsache ist: Auch durch einen kleinen Ausfall kann Unternehmen ein Wettbewerbsnachteil entstehen. Im schlimmsten Fall sind ihre Daten, die meist das Kapital von Unternehmen darstellen, unwiederbringlich weg. Wenn es glimpflicher ausgeht, kann "nur" über einen längeren Zeitraum nicht darauf zugegriffen werden. Klar im Vorteil ist, wer auf ein gesichertes Backup zurückgreifen kann. Noch wertvoller ist ein Plan zur Notfallwiederherstellung der wichtigsten IT-Systeme, der diese schnell und möglichst automatisiert an einem anderen Ort wiederherstellen kann.

Auf den Notfall vorbereitet sein

Kleine und mittelständische Unternehmen können mithilfe von Microsoft Azure Site Recovery (ASR) oder einer Partnerlösung eine kostengünstige Notfallwiederherstellung für die Cloud implementieren – und das ohne Ausgaben für eine sekundäre Infrastruktur. Azure Site Recovery ist ein cloudbasierter Orchestrierungsdienst für die Notfallwiederherstellung. Er koordiniert die standortübergreifende Replikation und Wiederherstellung von virtuellen Rechnern und ermöglicht Kunden die Nutzung von Azure als Wiederherstellungsplattform.

Konkret heißt das, die Daten aus einer Unternehmensumgebung werden nicht nur regelmäßig verschlüsselt in die Cloud repliziert, sondern diese Umgebung ist schon vollständig für einen eventuellen "Notfall“ – einen Komplettausfall der Systeme – vorbereitet. Die Server-Systeme, die geschützt werden sollen, egal ob physische Server oder virtuelle Rechner, werden in die vorbereitete Umgebung repliziert und können im Falle eines Standortausfalls nahtlos ihre Arbeit aufnehmen.



Damit der Notfall kein wirklicher Notfall wird: Kleine und mittelständische Unternehmen können mithilfe von Microsoft Azure Site Recovery (ASR) oder einer Partnerlösung eine kostengünstige Notfallwiederherstellung für die Cloud implementieren.

In der Praxis könnte das Ganze so aussehen, wie beispielsweise beim Versicherer Pantaenius: Das Unternehmen setzt Azure Site Recovery ein, um seine virtuellen Hyper-V-Rechner zu schützen. Diese Server betreiben alle Produktivaufgaben des Unternehmens einschließlich aller Geschäfts- und Finanz-Branchenanwendungen. Egal, ob bei Pantaenius nun ein einzelner Server oder das gesamte Rechenzentrum in die Knie gehen sollte, binnen Minuten sind Azure-Server aktiviert und die Mitarbeiter können weiterarbeiten – sowohl im Büro, zu Hause als auch an jedem beliebigen anderen Standort. Unter ASR hat Pantaenius eine Wiederherstellungsfrist von fünf Minuten erreicht gegenüber dem Verlust ganzer Datentage früher. Zudem kann Pantaenius nun auch den Notfallwiederherstellungsplan jederzeit testen, ohne dass ihre produktive Umgebung davon beeinträchtigt wird, was früher nur eingeschränkt möglich war.

Die Vorteile von Azure Site Recovery im Überblick:

  • Alle wichtigen IT-Systeme mit einer kostengünstigen Lösung schützen. Vergessen Sie den Zeit- und Kostenaufwand, der mit sekundären Rechenzentren verbunden ist, und greifen Sie mit einer cloudbasierten Datenwiederherstellungslösung umgehend auf eine praktisch unbegrenzte Kapazität zu.
  • Datenverwaltung und -sicherheit vereinheitlichen. Verwalten und schützen Sie Ihre Apps mit Angeboten wie Operations Management Suite, die Lösungen für eine zentrale Verwaltung, integrierte Datensicherheit und Anwendungsverfügbarkeit umfassen.
  • Sicherstellen, dass Apps funktionieren, wenn es darauf ankommt. Verlassen Sie sich bei einem Ausfall oder im Notfall auf eine Notfallwiederherstellungslösung, die nativ mehr Unternehmensanwendungen schützt und unterstützt als andere cloudbasierte Notfallwiederherstellungslösungen anderer Anbieter. Führen Sie mit automatisierten Wiederherstellungsplänen innerhalb weniger Stunden ein Failover für Ihre Apps – oder Ihr gesamtes Rechenzentrum – durch.
  • Jederzeit Tests durchführen, um die Zuverlässigkeit der Lösung zu testen. Bei einem Notfall können Sie nichts weniger gebrauchen als Probleme mit Ihrer Lösung. Testen Sie Ihre Business Continuity-Pläne oder führen Sie Dev/Test-Kopien von Produktionsworkloads so oft Sie wollen in Azure aus, ohne dass sich dies auf Ihre Benutzer auswirkt. Auch neue Anwendungsversionen können Sie mit Kopien von Live-Daten testen, um die neue Version anschließend nahtlos in der Produktionsumgebung Ihres Rechenzentrums bereitzustellen.

Einfach ausprobieren oder Unterstützung einholen

Damit Ihre IT-Verantwortlichen Azure und die dazugehörigen Dienste einfach mal unverbindlich ausprobieren können, bietet Microsoft einen kostenfreien Testzugang an: https://azure.microsoft.com/de-de/free/
Für Kunden mit speziellen Anforderungen an Datenschutz und Compliance (Stichwort: Deutsche Cloud) besteht außerdem die Option, Azure-Dienste auch aus deutschen Rechenzentren zu beziehen: https://azure.microsoft.com/de-de/overview/clouds/germany/

Wer nicht gleich mit einem eigenen Zugang loslegen will, sondern sich an die Datensicherung in der Cloud erst langsam herantasten möchte, der kann sich von einem Microsoft-Partner beraten bzw. unterstützen lassen. Anbei eine Auswahl an qualifizierten Microsoft-Partnern mit einem speziellen Angebot für Backup und Wiederherstellung:

  • Die Tec Networks GmbH bietet beispielsweise neben Beratung und Unterstützung zusätzlich einen kostenfreien Workshop an, um sich umfassend über die Möglichkeiten des Azure Backups zu informieren und die Migration vorzubereiten.
  • Die aConTech Enterprise IT-Solutions unterstützt Unternehmen bei der Planung, der Umsetzung und dem Betrieb ihrer Datensicherung. Die ersten 20 Kunden erhalten den ersten Monat Azure Backup kostenlos von acontech, außerdem 1,5 Stunden für die Einrichtung (für bis zu 10 Server mit einem Speichervolumen von bis zu 1 TB).
  • Der Microsoft Partner bestserv hat sich auf kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert. Er unterstützt bei der generellen Cloud-Transformation, beim Aufbau und der Integration von Microsoft Azure-Umgebungen mit Azure Backup und Wiederherstellung sowie bei Überwachung und Management dieser Umgebungen. Das flexible bestserv CSP Lizenz- und Bereitstellungsmodell sorgt für eine monatliche Anpassung und Abrechnung der eingesetzten Lizenzen und Services mit MIcrosoft Azure.
  • Auch IT-Improvement konzentriert sich bei seinen Beratungs-, Implementierungs- und Management-Diensten speziell auf kleine und mittelständische Unternehmen. Zur Einführung schenkt IT-Improvement seinen Kunden den ersten Monat Azure Backup für ein 1 Windows-Gerät mit einem Speichervolumen von max. 1 TB sowie 1,5 Arbeitsstunden für die Online-Beratung und Einrichtung.

Auch im Azure Marketplace können Sie nach einem Partner für eine Notfallwiederherstellungslösung suchen.

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