Was tun angesichts stetig steigender Bedrohungen?

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Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung nehmen IT-Bedrohungen beständig zu und der Schutz persönlicher Daten spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Für Technologiekonzerne wie Microsoft bedeutet dies gleichermaßen Herausforderung und Verpflichtung. Wir beleuchten einige der Technologien, die Microsoft zum Schutz anbietet.

Jeden Tag fallen circa 1 Million Menschen weltweit Online-Kriminalität zum Opfer – jede Sekunde trifft es 12 Menschen, die gerade online sind. Schadsoftware kostet die globale Weltwirtschaft jährlich 3 Milliarde US-Dollar durch ihre negativen Auswirkungen auf Produktivität und Wachstum.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung nehmen solcherlei Bedrohungen beständig zu und der Schutz persönlicher Daten spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Für Technologiekonzerne wie Microsoft bedeutet dies gleichermaßen Herausforderung und Verpflichtung. Unternehmenskunden bestimmen, wie ihre Daten verwendet werden, damit Microsoft ihnen personalisierte und sichere Services sowie Angebote zur Verfügung stellen kann. Anwender selbst haben verschiedene Möglichkeiten, die Datenschutzeinstellungen in Windows 10 jederzeit anzupassen. Aus diesem Grund stellt Microsoft ausführliche Informationen zum Verwalten von Verbindungen zwischen Komponenten des Windows-Betriebssystems und Microsoft-Diensten bereit.

Datenerhebung für mehr Sicherheit und Stabilität

Bei aller Transparenz stellt sich dennoch die Frage, warum Microsoft mit Windows 10 überhaupt Informationen erhebt und um welche Daten es sich hierbei genau handelt. Gerade die erste Frage ist schnell beantwortet: Microsoft sammelt Informationen, um der IT die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Umgebung effektiver zu kontrollieren und sicherer zu machen. Um eine optimal geschützte sowie verlässliche Funktionsweise von Windows 10 zu gewährleisten, werden Sicherheits- und Betriebssicherheitsdaten verschlüsselt an Microsoft-Server übermittelt und unter höchsten Sicherheitsbestimmungen gespeichert. Dies umfasst beispielsweise anonyme Gerät-IDs, Geräte-Typen oder Crash-Daten zu Programmabstürzen – jedoch keine persönlichen Daten oder Dateiinhalte.

Im Rahmen von „Windows-as-a-Service“ kann Windows 10 zudem Diagnose- und Nutzungsdaten an Microsoft senden. Diese Berichte können, entsprechend der festgelegten Einstellung, persönliche Informationen enthalten. Dabei unternimmt der Technologiekonzern mehrere Schritte, um die Sammlung von Daten zu vermeiden, die Nutzer direkt identifizieren – zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse oder Account ID. Sollte ein Fehlerbericht persönliche Informationen enthalten, werden diese nicht dazu verwendet, Nutzer zu identifizieren, zu kontaktieren oder gezielt Werbung zu schalten. Die telemetrischen Daten dienen ausschließlich der Produktentwicklung, um Probleme zu identifizieren und Fehlerbehebungen zu entwickeln – damit Windows und Apps auch weiterhin korrekt ausgeführt werden.

Windows Analytics: Vorteile für Unternehmen

In Windows 10 Enterprise- oder Windows 10 Education-Versionen können Kunden die Telemetrie auf der Sicherheitsstufe konfigurieren sowie Windows Defender-Telemetrie, MSRT-Berichte und Verbindungen mit Microsoft-Diensten deaktivieren. Auf diesem Weg können Anwender verhindern, dass Telemetrie-Daten von Windows an Microsoft gesendet werden. Microsoft empfiehlt allen Kunden die Nutzung von Tools wie Windows Upgrade Analytics oder Windows Defender ATP. Nur so profitieren Unternehmen tatsächlich von den Sicherheitsfunktionen des Windows-Betriebssystems und einer effektiven Problembehebung. Detaillierte Informationen zur Konfiguration der Windows-Telemetrie in Organisationen stellt Microsoft online bereit.

Den Mehrwert der Windows-Telemetrie können Kunden anhand von Windows Upgrade Analytics und Windows Defender Advanced Threat Protection bereits erfahren. Bei Windows Upgrade Analytics zeigen datengeschützte Einblicke auf Basis von sicheren Cloud-Technologien der Unternehmens-IT Telemetrie-Daten von Apps, Geräten und Treibern auf Windows 7/8.1 sowie Windows 10 PCs und helfen damit, kritische Probleme im Vorfeld zu erkennen. So kann das Windows Update in der Organisation einfacher und schneller erfolgen. Mit Windows Defender Advanced Threat Protection erhalten Unternehmenskunden eine hochmoderne Lösung auf Basis von Machine-Learning, die Verhaltensmuster erkennt und Unternehmen die Möglichkeit gibt, komplexe Angriffe oder Datenlecks im Netzwerk schneller selbst zu erkennen, zu untersuchen und zu beseitigen. Windows Defender ATP nutzt in Windows 10 integrierte, tiefgreifende Verhaltenssensoren und ein leistungsstarkes Cloud-Backend zur Sicherheitsanalyse. Über verhaltensbasierte sowie Anomalie-Analysen spürt es Bedrohungen auf, die bereits andere Sicherheitsmaßnahmen durchbrochen haben (Post-Breach-Schutzebene), und generiert Alarme. Das ermöglicht Sicherheitsexperten von Unternehmen die eigenständige forensische Untersuchung, Nachverfolgung sowie Bekämpfung von komplexen Angriffen und Datenlöchern im Firmennetzwerk.

Unabhängig davon, welche Datenschutzoptionen unsere Kunden im Detail auswählen, grundsätzlich gilt: Weder Windows 10 noch eine andere Microsoft-Software scannt die Inhalte von Kunden-Mails, Kommunikationen oder Dateien für zielgerichtete Werbung.

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