So klappt die Transformation: In 7 Schritten zum digitalen Wandel

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Wie kann man konkret die digitalen Möglichkeiten seines Unternehmens beurteilen? Technologiekonzern Microsoft hat in einem 7-Schritte-Guide die wichtigsten Faktoren definiert, die er für maßgeblich für eine digitale Strategie und damit den Erfolg eines Unternehmens hält. Wir stellen diese Schritte hier vor.

Der digitale Wandel spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Geschäftschancen. Laut einer Studie der Commerzbank erkennen mittelständische Unternehmer die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung – und doch gaben 63 % der Befragten an, dass die Digitalisierung eher vernachlässigt werde. Das ist in gewissem Maße bedenklich, denn feststeht wohl, dass die Digitalisierung gekommen ist, um zu bleiben: Digitalisierung ist eine kontinuierliche Veränderung. Geschäftserfolg und Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens können von einer erfolgreichen Digitalisierung abhängen. Dabei müssen Erfordernisse des Marktes ebenso miteinbezogen werden wie Geschäftsziele und die Wünsche von Mitarbeitern, Partnern und Kunden. Eine Evaluation der digitalen Möglichkeiten unter Berücksichtigung der wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Unternehmens ist daher die Basis für eine Digitalisierungsstrategie.

Kontinuierliche Veränderung und kein Selbstzweck: In vielen Unternehmen wird die Digitalisierung vernachlässigt. Doch Geschäftserfolg und Konkurrenzfähigkeit können von einer erfolgreichen Digitalisierung abhängen.

Technologiekonzern Microsoft hat in einem 7-Schritte-Guide die wichtigsten Faktoren definiert, die er für maßgeblich für den digitalen Erfolg eines Unternehmens hält. Wir bieten Ihnen nachstehend einen Überblick darüber:

Schritt 1: Verantwortlichkeiten bestimmen

Allgemein gilt: Die Unternehmensleitung ist in der Verantwortung, da sie über den Geschäftserfolg bestimmt und die Erfolgsfaktoren des Unternehmens kennt. Führungskräfte müssen zudem ein grundlegendes Verständnis für den digitalen Wandel mitbringen. Das erfordert nicht nur Offenheit, sondern auch ein Umdenken im Führungsverhalten und das Verständnis für moderne Arbeits- und Produktionsprozesse. Natürlich kann hier auch ein Team eingesetzt werden. Dieses sollte jedoch hauptsächlich beratend agieren. Empfohlen wird ein Team, das aus Vertretern aller Abteilungen besetzt ist; es bietet sich auch an, Arbeitnehmervertreter und Technologie-Partner frühzeitig mit einzubinden.


Schritt 2: Wesentliche Erfolgsfaktoren bestimmen

Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Es geht darum, die wesentlichen Erfolgsfaktoren des Unternehmens zu unterstützen. Gerade hier haben kleine und mittelständische Unternehmen gegenüber Großunternehmen Vorteile, da sie schneller agieren können. Die Erarbeitung und Herausstellung von Erfolgsfaktoren, die durch Digitalisierung unterstützt werden, beeinflussen langfristig den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens.

Schritt 3: Motivatoren von Digitalisierung analysieren und bestimmen

Ein Punkt, der sowohl intern als auch extern von Bedeutung ist: die Zusammenarbeit zwischen Zulieferern, Dienstleistern und Abnehmern. Um diese Zusammenarbeit effizienter zu gestalten, muss sie internen und externen Anforderungen gerecht werden. Zu diesen Anforderungen gehören beispielsweise intern die Optimierung der Kostenstruktur oder die Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen oder Services, und extern Veränderungen des Markts und Wettbewerbsumfelds oder regulatorische Vorgaben.

Schritt 4: Rahmenbedingungen bestimmen

Faktoren, die hier zu beachten sind, sind Administration und Bedienung, Informationsverfügbarkeit, Sicherheit und Datenschutz, sowie die Flexibilität der Infrastruktur. Viele unterschiedliche Anwendungen erhöhen nicht nur den administrativen Aufwand, sondern überfordern im Zweifelsfall auch den Benutzer. Hier ist es sinnvoll zu prüfen, welche Programme vom gleichen Anbieter bezogen werden können, denn eine einheitliche Benutzerführung erhöht die Akzeptanz, da sie den Umgang mit neuen Anwendungen erleichtert. Die nächste Frage ist, wie und für wen Informationen verfügbar gemacht werden, und daran anschließend, wie wichtig die Sicherheit der Daten ist. Tatsächlich gaben bei einer Techconsult-Studie 64 % der Befragten an, dass sie nur einer Cloud mit Standort in Deutschland vertrauen.

Schritt 5: Digitalisierungsteam bilden und einsetzen

Lag die volle Verantwortung zuvor bei der Geschäftsleitung, wird nun empfohlen, ein interdisziplinär besetztes Digitalisierungsteam zu bilden, bestehend aus Bereichs- und Abteilungsleitern, dem Betriebsrat sowie allen relevanten Mitarbeitern. Wer noch einen Schritt weitergehen will, entwickelt digitale Lösungen gemeinsam mit Kunden, Partnern und Zulieferern und bindet diese Gruppen in seine Geschäftsprozesse ein. So profitiert man gegenseitig von digitalen Erfahrungen.

Schritt 6: Aus Motivatoren und Rahmenbedingungen Lösungen ableiten

Nachdem Rahmenbedingungen und Motivatoren geklärt sind, kann man jetzt die passenden Lösungen auswählen.

  • Für die effizientere Zusammenarbeit zwischen Zulieferern, Dienstleistern und Abnehmern liefern ERP-Lösungen (Enterprise Resource Planing) eine optimale Plattform für Unternehmen.
  • Eine intelligente CRM-Business-Lösung verhilft zu einem besseren Markt- und Kundenverständnis, und unterstützt zudem Marketing und Vertrieb.
  • BI-Tools (Business Intelligence) ermöglichen es, aus einer Vielzahl von eigenen Daten wichtige Rückschlüsse auf das Unternehmen selbst zu gewinnen, sie helfen aber ebenfalls, ein tieferes Verständnis von Märkten und Kunden sowie für Marketing und Vertrieb zu gewinnen.
  • Produktivitätslösungen unterstützen Mitarbeiter nicht nur dabei, tägliche Aufgaben zu erledigen. Sie helfen außerdem, sich besser zu vernetzen und vorhandenes Wissen im Arbeitsprozess unkompliziert teilen und nutzen zu können.
  • Wer es sich hinsichtlich der IT ganz bequem machen möchte, für den ist Infrastructure-as-a-Service, kurz IaaS, eine Option: Dabei handelt es sich um eine sofort nutzbare Computing-Infrastruktur, die über das Internet bereitgestellt und verwaltet wird.

Schritt 7: Auswahl von passenden Produkten und Partnern

Der richtige Partner kann auf dem Weg zur digitalen Transformation entscheidend sein, denn er kann bei der Suche nach der geeigneten Lösung unterstützen. Kompetenz und beispielsweise Partner-Referenzen können bei der Auswahl helfen. Denn nur mit den richtigen Kompetenzen lassen sich Schlüsse ziehen und Ansätze verfolgen – ein Grundstein für den langfristigen Erfolg eines Projekts.

Den ausführlichen 7-Schritte-Guide mit Nennung vieler weiterer Faktoren und Fragen, die Unternehmen sich hinsichtlich ihrer Digitalisierung stellen sollten, können Sie sich hier kostenfrei als PDF herunterladen.

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